Christoph Schaaf wechselt Pfarrstelle im Kirchenkreis

Assessor wird Gemeindepfarrer
von Kleebachtal, Ebersgöns und Hochelheim-Hörnsheim

Pfarrer der zum 1. August pfarramtlich verbundenen Kirchengemeinden Kleebachtal, Ebersgöns und Hochelheim-Hörnsheim ist ab dem 1. November Georg-Christoph Schaaf aus Wettenberg / Krofdorf-Gleiberg. Die Presbyterien der drei Kirchengemeinden haben den Theologen in dieses Amt gewählt.

Schaaf ist gleichzeitig Assessor (stellvertretender Superintendent) des Kirchenkreises an Lahn und Dill. Im Rahmen dieser Tätigkeit wirkt er seit dem 1. März 2023 als Vakanzverwalter der Kirchengemeinde Hochelheim-Hörnsheim, unterstützt von Presbyterium und Pfarrern wie Prädikanten der umliegenden Gemeinden. Zugleich ist er damit betraut, mit weiteren Mitgliedern des Kreissynodalvorstandes (KSV) und den Presbyterien die Zukunft der Region Südost des Kirchenkreises zu entwickeln, denn seit ebenfalls rund einem Jahr ist parallel die Pfarrstelle Kleebachtal mit Ebersgöns vakant.

„Der im Frühjahr vom KSV neu entwickelte Vorschlag hat mich persönlich so angesprochen, dass ich mich dieser Herausforderung gern stellen möchte,“ so Schaaf. „Dabei freue ich mich, dass meine Frau Nicole diesen nicht unbedeutenden Schritt aus einem Ort, der uns beiden zur Heimat wurde, und dem wir beide weiter dankbar verbunden bleiben werden, mitgeht.“ Ihm sei wichtig, die Menschen im gottesdienstlichen wie übrigen gemeindlichen Leben miteinander und mit Gott ins Gespräch zu bringen, um so die Verbindung der Gemeinden zukunftstauglich zu gestalten, erklärt der Theologe. „Dabei möchte ich bewusst meine Leitungserfahrung auf Kirchenkreisebene wie auch meine jahrzehntelange Erfahrung als Gemeindepfarrer einbringen.“

Seit 1995 wirkt der 59-Jährige als Gemeindepfarrer von Krofdorf-Gleiberg. Infolge der Vereinigung von Krofdorf-Gleiberg, Launsbach und Wißmar zur Kirchengemeinde Wettenberg 2021 ist Christoph Schaaf gemeinsam mit Pfarrerin Alexandra Hans (Wißmar) derzeit noch Pfarrer dieser Gemeinde und wird im Team unterstützt von Pfarrerin Dagmar Krauth-Zirk.

Nach dem Studium der Evangelischen Theologie absolvierte er sein Vikariat ab 1992 in der Kirchengemeinde Krofdorf-Gleiberg; ebenso versah er hier die Zeit als Pastor im Hilfsdienst mit Ordination 1994. Bereits von Anfang an seines pfarramtlichen Dienstes engagierte sich Schaaf in verschiedenen Funktionen auch auf kreiskirchlicher Ebene.

Uta Barnikol-Lübeck

Mit freundlicher Genehmigung von der Homepage des Kirchenkreises übernommen.


Zum Hintergrund der Erweiterung der pfarramtlichen Verbindung

Bereits Anfang Mai 2024 wurde in den Gemeindeversammlungen der bereits pfarramtlich verbundenen evangelischen Kirchengemeinden Ebersgöns und Kleebachtal (Dornholzhausen, Niederkleen und Oberkleen) über die Pläne zur Bildung einer erweiterten pfarramtlichen Verbindung mit der evangelischen Kirchengemeinde Hochelheim-Hörnsheim informiert.

An dieser Stelle möchten wir alle Gemeindeglieder über die Gründe für die Bildung der pfarramtlichen Verbindung der drei evangelischen Kirchengemeinden Ebersgöns, Hochelheim-Hörnsheim und Kleebachtal auf den neuesten Stand bringen:

    • Der Kirchenkreis an Lahn und Dill stellt sich den demographischen, gesellschaftlichen und finanziellen Herausforderungen. Mit seinem im Jahr 2023 entwickelten und verabschiedeten „Pfarrstellenkonzept 2030“ sollen im gesamten Kirchenkreis nachhaltig stabile und zukunftsfähige Gemeindestrukturen geschaffen werden. Dafür sollen durch pfarramtliche Verbindungen oder Fusionen bis zum Jahr 2030 Einheiten von mindestens 3000 Gemeindegliedern pro Pfarrstelle gebildet werden.
    • Diese strukturellen Veränderungen dürfen aber nicht nur als Spar- und Konsolidierungsmaßnahmen aufgefasst werden. Vielmehr sollen Perspektiven und tragfähige Vorrausetzungen für die Gemeindearbeit der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter geschaffen werden, damit neue Gestaltungsmöglichkeiten für die Gemeindearbeit, die Seelsorge und die Verkündigung entwickelt werden können.
    • In der Region Süd-Ost des Kirchenkreises ist der Handlungsdruck für das Schaffen tragfähiger Voraussetzungen für eine schnellstmögliche Pfarrstellenbesetzung in den Kirchengemeinden Ebersgöns, Hochelheim-Hörnsheim und Kleebachtal aufgrund der seit mehr als einem Jahr bestehenden Vakanzen am höchsten.
    • Im Sinne des Pfarrstellenkonzepts ist hier die pfarramtlichen Verbindung der drei Gemeinden zum 1. Juli 2024 mit dann ca. 4100 und im Jahr 2030 voraussichtlich noch ca. 3200 Gemeindegliedern naheliegend. Eine solche Verbindung erscheint auch deshalb zielführend, weil nur gemeinsam ein für Bewerberinnen und Bewerber in Umfang, Gestaltungsmöglichkeiten und finanzieller Absicherung attraktives Paket geschnürt werden kann.
    • Zu dem Paket gehören folgende zeitgleich umzusetzende Maßnahmen:
      1. Besetzung einer 100% Pfarrstelle.
      2. Besetzung einer zusätzlichen 100% Diakon- oder Jugendmitarbeiterstelle.
      3. Aufstockung der Stellenkapazität in den Gemeindebüros auf zusammen 100%.
      4. Vereinbarungen mit Nachbargemeinden im Umfang von bis zu 50% einer Pfarrstelle zur Sicherstellung der pfarramtlichen Versorgung in den 6 Ortsteilen.
    • Die Finanzierung des Pakets erfolgt anteilig durch Haushaltsübertragungen bzw. Budgetzuweisungen zwischen den drei Kirchengemeinden. Die Bildung der pfarramtlichen Verbindungen erfordert keine Konsolidierung oder Übertragungen von Vermögenspositionen und Liegenschaften zwischen den drei Kirchengemeinden.

Noch vor der geplanten Ausschreibung der Pfarrstelle für die erweiterte pfarramtliche Verbindung lag den Presbyterien der evangelischen Kirchengemeinden Ebersgöns, Hochelheim-Hörnsheim und Kleebachtal bereits eine Initiativbewerbung vor. Pfarrer Christoph Schaaf, der zurzeit die Pfarrstelle in der Kirchengemeinde Wettenberg (Krofdorf-Gleiberg, Launsbach und Wißmar) innehat, hat sich auf die Pfarrstelle in unserer erweiterten pfarramtlichen Verbindung beworben.

Pfarrer Christoph Schaaf ist seit März 2023 als Vakanzverwalter in der Kirchengemeinde Hochelheim-Hörnsheim tätig. Er ist auch Assessor (stellvertretender Superintendent) im Kreissynodalvorstand (KSV) des Kirchenkreises an Lahn und Dill. Mit dieser Aufgabe auf Kirchenkreisebene ist eine Entlastungspfarrstelle im Umfang von 75% verbunden, die ausschließlich für die Gemeindearbeit in unserer erweiterten pfarramtlichen Verbindung zur Verfügung stehen würde.

Am 7. Juli war der im Bewerbungsverfahren vorgesehene Probegottesdienst in der Kirche in Niederkleen. Gewählt wurde Pfarrer Schaaf im Gottesdienst in Ebersgöns am 28. Juli.

Die Presbyterien


Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setzen Sie ein Lesezeichen für den Permalink.